Haben Sie Fragen?

Ihr persönlicher Expertenrat!

Schreiben Sie eine E-Mail.

Newsletter

Top Schlagworte

Spiel

Königsindisch beim Schach

Die Königsindische Verteidigung ist wie die Sizilianische Verteidigung ein gigantisch angewachsener Komplex von Eröffnungssystemen mit verschiedenartigen Bauernstrukturen und Figurenanordnungen. Während alle Systeme der Sizilianischen Verteidigung durch die Anfangszüge 1.e4 c5 gekennzeichnet sind, verbindet die Systeme der Königsindischen Verteidigung die Fianchettierung des schwarzfeldrigen Läufers und der Zug d7—d6. Dabei ist das zweite Merkmal wichtiger als das erste. Varianten, in denen Schwarz bei der Flankenentwicklung des Läufers den d-Bauern zwei Felder vorrückt, müssen zur Grünfeld-Indischen Verteidigung gerechnet werden. Einschränkend sei bemerkt, daß sich die Königsindische Verteidigung nur dann ergibt, wenn der weiße Bauer auf d4 steht. Rückt Weiß seinen d-Bauern nur ein Feld vor, kann Königsindisch im Anzuge oder die Englische Eröffnung, nicht aber die Königsindische Verteidigung entstehen. Im Verlauf ihrer Entwicklung wurden aus der Königsindischen Verteidigung zwei Eröffnungen ausgesondert, die ihr der Idee nach ähneln, aber eigene spezifische Besonderheiten aufweisen sind dies die Moderne Benoni-Verteidigung (1. d4 Sf6 2. c4 e6 3. Sc3 c5 4. d5 ed 5. cd) und die Benoni Verteidigung, die bei einem geschlossenen Stellungstyp durch weißen Bauern auf d5 und schwarzen Bauern auf e5 charakterisiert wird.

Königsindisch beim Schach

 

Das Sämisch-System ist eines der Hauptsysteme der Königsindischen Verteidigung. Weiß schafft sich ein festes Zentrum und beendet unter dessen Schutz die Entwicklung. Zuerst manifestiert sich der Kampf bei festgelegtem Zentrum. Danach stehen Varianten im Vordergrund, bei denen Weiß das Zentrum nicht blockiert oder Schwarz auf den Vorstoß e7—e5 verzichtet. Erst zum Schluss entstehen Auseinandersetzungen, bei denen Schwarz das Sämisch-System bekämpft —oft mit Variantender Züge b6 oder Sc6.

 

3ss.de